Darf ich vorstellen? Dein innerer Antreiber!

Einen Moment lang habe ich gezögert, diese Überschrift zu verwenden. Mir ging durch den Kopf, dass ich einen anmaßenden Eindruck machen könnte. Schließlich kenne ich deinen inneren Antreiber ja gar nicht!

Was ist das eigentlich, ein innerer Antreiber? Habe ich das schon erklärt? (Ich glaube nicht!)

Im Grunde ist der innere Antreiber der Gegenspieler vom inneren Schweinehund. Während der dich gemütlich auf dem Sofa sitzen oder dich plausibel erklären lässt, warum Sport gerade nicht geht, macht der Antreiber genau das Gegenteil – er treibt dich an.

Grundsätzlich ist es gut, einen inneren Antreiber zu haben. Sonst geht’s nämlich nicht weiter im Leben. Ein Problem entsteht erst dann, wenn dein innerer Antreiber zu stark ist. Dann kommst du aus dem Gleichgewicht, überforderst oder verbiegst dich. Und das passiert ziemlich oft. Die Folgen: Stress und Überforderung. Deshalb ist es sehr gut, wenn dein innerer Antreiber dir bewusst ist. Erst dann kannst du ihm begegnen und Strategien entwickeln, ihn im Zaum zu halten.

Willst du deinen inneren Antreiber kennen lernen, damit du in Zukunft weniger anfällig für Stress und Überforderung bist?

Mein innerer Antreiber hat mich vor der Überschrift gewarnt. Er will immer, dass ich nett und freundlich bin. Dass ich einen guten Eindruck mache. Dass ich Konflikte vermeide. Oft ist das hilfreich, oft aber auch nicht. Heute z.B. habe ich entschieden, dass ich die Überschrift verwende – ob sie dir gefällt oder nicht. Das hat mich ein bisschen Überwindung gekostet. Doch so habe ich Spielraum in meinem Verhalten. Das ist aber nur möglich, weil ich meinen inneren Antreiber gut kenne.

Vielleicht / Bestimmt / Hoffentlich hast du jetzt Lust, dich mit deinem inneren Antreiber so richtig bekannt zu machen. Eigentlich kennst du ihn längst. Es kann auch sein, dass bei dir mehrere Antreiber am Werk sind. Meistens hat aber einer die Nase vorn. Mach doch mal die Vorab-Überprüfung: Lies dir die folgenden Sätze durch und achte beim Lesen darauf, welcher Satz (oder welche Sätze) dir besonders vertraut ist:

Sei stark!

Beeil dich!

Mach’s den anderen recht!

Sei perfekt!

Streng dich an!

Hast du dich intuitiv gleich zugeordnet? War es ganz klar? Oder passen mehrere Sätze? Dann empfehle ich dir, den Antreibertest zu machen. (Bring mich zum Antreibertest => Button)

Die meisten Menschen empfinden ihren Antreiber übrigens als lästig und wollen ihn am liebsten loswerden. Denn er macht Stress, macht ihnen das Leben schwer, hält sie in alten Mustern gefangen. Das Positive sehen sie dann gar nicht mehr.

Wie ist das bei dir? Kannst du die Stärken deines inneren Antreibers wertschätzen? Probier’s ruhig mal und nähere dich ihm freundlich an. Beantworte dir diese einfache Frage: „Was tut mein Antreiber Gutes für mich (auch wenn er mir Stress macht, mich nervt, mich einengt)?“

Und wenn du dir diese Frage beantwortest hast, dann frage dich: „Wie schadet mein Antreiber mir? In welchen Situationen treibt er mich in eine Richtung, die ich gar nicht (mehr) will?“

Wenn du ganz genau wissen willst, welcher Antreiber auf deiner „inneren Bühne“ besonders aktiv ist, kannst du dir den Antreiber-Test kostenlos herunterladen. Du erhältst den Test und wertest ihn selbst aus. Außerdem stelle ich dir Fragen zur Selbstreflexion und hilfreiche Strategien zur Verfügung. Diese können dir dabei helfen, deinen Antreiber zu bändigen. Für dich heißt das: mehr innere Ruhe, mehr Handlungsspielraum, weniger Stress.