Bist du bereit für Gestalttherapie? Stell dir diese 8 Fragen!

Ich weiß nicht, wie du auf meiner Internetseite gelandet bist. Vielleicht hast du „Psychotherapie“ gegoogelt oder nach einer Lösung für dein Problem gesucht. Oder hast du gezielt nach Gestalttherapie geforscht? Das kommt eher selten vor; Gestalttherapie ist vielen ganz einfach nicht bekannt. (Leider!)

Wonach auch immer du gesucht hast, entscheidend ist vermutlich diese eine Frage: „Bin ich hier richtig?“

Für mich ist Gestalttherapie eine geniale Therapieform. Klar, sonst würde ich das ja nicht anbieten. Viele Klienten sind ebenfalls sofort Feuer und Flamme. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass einige Klienten sich mit dem gestalttherapeutischen Ansatz erst einmal schwertun.

Deshalb ist es mir sehr wichtig, dir hier einen Überblick zu geben. Wenn du die Mehrzahl der folgenden 8 Fragen mit JA! beantwortest: super. Wenn ich dich außerdem mit den Erläuterungen erreiche: perfekt. Dann kann es gut sein, dass ich dir helfen kann!

Frage 1: Traust du dich zu fühlen, was in dir vorgeht?

Das ist für manche Menschen gar nicht so einfach. Viele sind so sehr im Kopf, in ihren Grübeleien oder im eigenen „Hamsterrad“. Da merken sie gar nicht mehr, wie es ihnen geht. Außer vielleicht „schlecht“. Und: Natürlich geht es ums Gefühl. Erst wenn du wahrnimmst, was bei dir los ist, kannst du auch fühlen, was dir fehlt. Und wenn du weißt, was dir fehlt, findest du auch heraus, was du brauchst.

Wenn ich mit einem Menschen arbeite, frage ich richtig oft, wie es ihm jetzt geht oder was er gerade spürt. In der Gestalttherapie ist das Gefühl Dreh- und Angelpunkt der gemeinsamen Arbeit. Wenn dein Zugang zu deinem Gefühl noch etwas blockiert ist, macht das aber nichts. Entscheidend ist, dass du dich traust, wieder (mehr) zu fühlen.

Frage 2: Verzichtest du liebend gern auf „gute Ratschläge“?

Einer meiner Klienten ging in der ersten oder zweiten Sitzung ganz selbstverständlich davon aus, ich würde ihm sagen, was er tun soll; oder ihm zumindest Tipps geben.

Das tue ich nicht, und weißt du auch, warum nicht? – Weil ich nicht weiß, was das Richtige für dich ist. Und selbst wenn ich eine Ahnung habe - eine Lösung muss in dir entstehen und dir nicht als „guter Ratschlag“ übergestülpt werden. Für einen Ratschlag musst du auch nicht zum Therapeuten gehen – es gibt genug Leute, die dir gerne und gratis (und vor allem ungefragt) sagen, was du tun solltest.

Ich bringe dich an deine eigenen Lösungen. Dazu brauchen wir einen guten Kontakt zueinander. So kriegst du das hin!

Frage 3: Willst du dein Problem wirklich lösen?

Ich gebe es zu: Die Frage erscheint etwas seltsam. Aber ein langjähriges Problem zu lösen, bedeutet auch...– Veränderung. Und davor scheuen sich ganz viele. Veränderung kann Angst machen.

Es kann TATSÄCHLICH sein, dass sich mit der Lösung deines Problems dein Leben verändert. Dass DU dich veränderst und vieles nicht mehr passt, was vorher richtig (oder zumindest „normal“) schien. Dass du einen anderen Blick auf dein Leben, deine Beziehungen, deinen Job hast.

Denk mal einen Moment darüber nach. Und dann spüre in dich hinein (s. Punkt 1: Trau dich zu fühlen!): Willst du dein Problem wirklich lösen? Dann wirst du es auch schaffen!

Frage 4: Übernimmst du die Verantwortung für dein Leben?

Das ist eine meiner Lieblingsfragen hier. Ganz heikles Thema. Schließlich ist es um einiges leichter und bequemer, den Grund für das eigene Unglück im Außen zu suchen. Nur wird es nicht möglich sein, die eigene Entwicklung von außen anzustoßen. Das geht nur von innen, aus dir selbst heraus. Und zwar ganz egal, wie doof dein Chef, wie gemein deine Schwiegermutter oder wie schwierig dein Mann ist. Egal auch, wie problematisch deine Kindheit gewesen ist. Darauf könnten wir uns zwar einigen, es hilft aber nicht.

Bitte versteh mich nicht falsch: Natürlich gebe ich dir Raum für deine Klagen und Verletzungen. Und wir gucken ganz genau da hin; solange es wichtig und notwendig ist. Aber der Schwerpunkt in der gestalttherapeutischen Arbeit liegt auf deiner Entwicklung – unabhängig vom Außen.

Frage 5: Glaubst du an die Intelligenz deines Körpers?

Ist dir schon mal aufgefallen, dass viele Menschen über ihren Körper sprechen, als hätte er mit ihnen nichts zu tun? „Mein Körper spielt nicht mit!“ – oder so ähnlich. Dabei ist dein Körper doch Teil von dir. Sogar ein ziemlich schlauer.

Wenn ein Klient bei mir ist, gibt mir sein Körper sehr oft und sehr viele wesentliche Hinweise. Der Körper hat oft die Lösung, bevor der Klient sich dessen bewusst wird. Ich finde das absolut faszinierend.

Wenn ich dich z.B. auf eine Reaktion deines Körpers hinweise und von dir wissen will, was deine linke Hand da gerade macht, bist du dann bereit, diese Frage ernst zu nehmen? Ein Satz von Spinoza zum Schluss: „Geist und Körper sind zwei Seiten ein und derselben Substanz.“ Lass das ruhig auf dich wirken.

Frage 6: Ist es OK, wenn ich mit dir fühle, dich aber nicht bemitleide?

Neulich fragte mich jemand, wie ich das schaffe: mir die Not anderer Menschen anhören, ohne selbst darunter zu leiden. Dabei ist ganz klar: Nein, ich leide nicht mit. Das wäre nicht gut, weder für dich noch für mich. Ich FÜHLE mit dir. Ein Riesenunterschied.

Natürlich geht es den Menschen, die zu mir in die Praxis kommen, erst einmal nicht gut. Ich sehe aber weniger das Problem als die Chance. Wow, da hat sich jemand entschieden, sein Leben neu zu gestalten. Neue Wege zu gehen. Sich Klarheit zu verschaffen, um sich zu entwickeln.

Ehrlich, ich finde das toll und kein bisschen bemitleidenswert. Oder?!

Frage 7: Gefällt dir die Vorstellung, eher mein Gast als mein Klient zu sein?

Ich schreibe hier natürlich die ganze Zeit von „Klienten“. Das ist der gängige Begriff. Tatsächlich sehe ich dich als Gast. Das heißt, ich freue mich auf dich und bin auf deinen Besuch eingestellt. Ich bin ganz für dich da, nicht nur professionell, sondern in unserer gemeinsamen Zeit auch sehr persönlich. Anders kann ich gar nicht arbeiten. Ich kann nicht Therapeutin sein und innerlich distanziert, unbeteiligt. Das ist unmöglich. Deshalb darf und soll in unseren Sitzungen ein persönlicher Kontakt entstehen.

„Klient“ und auch „Praxis“ klingen irgendwie steril für mich, nach Medizin und Rezeptur und nach einer eher unpersönlichen Kiste. Das spiegelt nicht wider, was mir wichtig ist. Also, was meinst du? Willst du lieber Gast als Klient sein?

Frage 8: Vertraust du auf deine Selbstheilungskräfte?

Bei dieser Frage habe ich einen Moment lang gezweifelt, weil ich Sorge hatte, du könntest sie esoterisch finden. Ein Alptraum! Die Vorstellung ließ mich zögern. Ich finde die Frage aber total wichtig.

Mit anderen Worten: Gehst du gleich zum Arzt, wenn du erkältet bist? Oder vertraust du darauf, dass du mit dem Infekt schon alleine fertig wirst? Egal wie du die Frage beantwortest – Selbstheilungskräfte hast du, da bin ich ganz sicher. Und da ich keine Tinktur und keine Pille für deine seelische Verletzung oder dein Problem habe, brauchst du bei mir deine Selbstheilungskräfte - definitiv. Willst du sie aktivieren?

Jetzt wüsste ich natürlich zu gerne, ob du die Fragen mit JA! beantwortet hast; ob du manchmal die Stirn gerunzelt hast; ob du mich gleich anrufen wirst.

Ich kann zwar nicht jedem helfen – aber vielleicht dir!

Also vereinbare ganz einfach einen Termin für ein kostenloses 25minütiges Telefongespräch mit mir.

Vielleicht interessiert dich ja auch noch, wie du zum Gelingen der Therapie beitragen kannst. Meinen Beitrag dazu findest du hier.